Amager Resource Center, Copenhagen, Denmark

  • Gebäudeart:
  • Industriegebäude
  • Energieversorgung
© Christoffer Regild
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Das Amager Resource Center der Bjarke Ingels Group wird in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein. Einerseits wird das Industriegebiet auf der dänischen Insel Amager durch das neue Wahrzeichen in die urbane und soziale Struktur des angrenzenden Kopenhagens eingegliedert. Zudem wird der Neubau eine der effizientesten und umweltfreundlichsten Anlagen der kombinierten Abfallwirtschaft und Energiegewinnung Europas. 

 Das Amager Resource Center setzt neue Maßstäbe für Kraftwerke der Zukunft. Visualisierung: BIG Architects

Das Amager Resource Center setzt neue Maßstäbe für Kraftwerke der Zukunft. Visualisierung: BIG Architects

Erstmals wurde ein Müllheizkraftwerk als Attraktion konzipiert: Das großflächige Dach wird als Skipiste mit mehreren Schwierigkeitsgraden dienen. Der Entwurf setzt große Spannweiten der Decken für eine möglichst stützenfreie Innenraumgestaltung voraus. Zudem müssen erhöhte Schneelasten berücksichtigt werden. Diese Anforderungen erfüllt der deckengleiche Verbundträger DELTABEAM von Peikko.

 Durch die Anwendung von PCs Konsolen (gelb und rot im Bild) können Betonkonsolen entfallen. Foto: Peikko

Durch die Anwendung von PCs Konsolen (gelb und rot im Bild) können Betonkonsolen entfallen. Foto: Peikko

Durch speziell modifizierte PCs Konsolen konnten die DELTABEAM Träger besonders nah an der Oberkante der Betonfertigteile positioniert werden. Einige Anschlüsse und Auflager der Verbundträger an Unterzüge und Fertigteilwände wurden durch Sondereinbauteile in Form von modifizierten Ankerplatten ausgeführt. Die hochbeanspruchten, teilweise biegesteifen Stirnplattenverbindungen wurden mittels FEM-Berechnungen in der Peikko Entwicklungsabteilung bemessen. Die Vorgaben der Ausführungsklasse EXC3, die Durchführung von Z-Güte- und Ultraschallprüfungen sowie die hohen Ansprüche an die Oberflächenvorbereitung und den Korrosionsschutz stellten hohe Anforderungen an die Produkte von Peikko. 

Das MODIX Schraubmuffensystem verbindet Fertigteil- und Ortbetonwände. Foto: Peikko

Das MODIX Schraubmuffensystem verbindet Fertigteil- und Ortbetonwände. Foto: Peikko

Im Fertigteilwerk wurden MODIX SMA Schraubmuffen in Doppelwände eingebaut. Bauseits ist die Anschlussmöglichkeit für die Bewehrung der angrenzenden Ortbetonbauteile gewährleistet. Durch

Einschrauben der MODIX SMB Muffen wurden die Bewehrungsstäbe „verlängert“ und anschließend Ortbetonwände geschalt und betoniert. An den Verbindungsstellen zwischen Fertigteilwänden und Ortbetonwänden wurde eine Bügelbewehrung angeschlossen. Da die Anschlussbewehrung nicht geschraubt werden konnte, wurden MODIX Positionsmuffen eingesetzt. Diese ermöglichen eine Verbindung von Bewehrungsstäben, wenn weder der bereits eingebaute, noch der anzuschließende Stab drehbar ist. 

Die Produkte von Peikko tragen durch die Reduzierung der Montagezeit dazu bei, dass der geplante Fertigstellungstermin eingehalten werden kann. Das ARC wird nach seiner Inbetriebnahme 2017 Wärme für rund 160.000 Haushalte und Strom für etwa 62.500 Wohngebäude liefern.

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Projektdaten

Nutzfläche:
74 000 m2
Bauherr/Investor:
Amagerforbraending
Bauunternehmen:
NCC Construction, Züblin und Babcock Wilcox Vølund A/S
Tragwerksplaner:
Moe og Brødsgaard A/S und Ramboll Energy
Architekturbüro:
BIG (Bjarke Ingels Group) Architects
Fertigteilwerk:
Spæncom Consolis
Lieferzeitraum:
2014-2015
Fertigstellung:
2016

Kontakt

Oliver Beckmann

R&D Engineer

Tel. +49 (0) 4141 7869981
oliver.beckmann@peikko.com